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Als Uhrenfan und Jungblogger muss man sich auf einigen Messen und Branchen Events rumtreiben.
Letztes Wochenende war ich nun zum Ersten Mal auf der Uhren Technik Börse in München/Unterschleissheim, die Euro Watch Fair. Oder Uhren Technik Börse, oder Euro Watch Fair. Wie gesagt, mein Erstes Mal. Mit diesem Hintergrund hier mein Erfahrungsbericht, wie der Erste Besuch der Uhrenbörse in München sein kann.

Euro Watch Fair, München: Der Erste Anlauf

Voll motiviert und aus Mangel an Informationen auf der Website des Veranstalters, kam ich Samstag in das Hotel, des Veranstalters, wo mein Tatendrang jäh kurz vor der Halle gestoppt wurde. HALT STOPP!! Wo wollen Sie hin?
Eine wirklich gute Frage für jemanden, der zwischen mir und 10.000 Uhren steht. Ich liebe rhetorische Fragen, wie Katzen das Wasser. In diesem Fall antworte ich wahrheitsgemäss “Zur Uhren Technik Börse München”. Man erklärt kurz und knapp, dass Samstags nur Händler rein dürfen. In dem Falle kann ich das Schleissheimer Schloss empfehlen und die Flugwerft in Unterschleissheim. Hier gibt es eine Menge Technik zu bestaunen, von Otto Lilienhtal bis zu einer Europa Rakete der esa.

Mia san mia

Nachdem wir jäh gestoppt wurden, schlug ich zuerst vor, in den siebten Stock des Hotels zu fahren, um dort einen Kaffee mit Alpenblick zu geniessen. Der Aufzug fährt direkt ohne Zwischenstopp nach ganz oben, die Tür geht auf und ein rundlicher Herr in Begleitung eines sehr Schlanken stehen in Anzügen vor uns. Parallelen mit Personen aus der schwarzweiss Film Ära sind nicht von der Hand zu weisen.
Der runde mit dem Knopf im Ohr sagt im O-Ton: “Hier, nix!” und furchtelt mit den Armen. Schon wieder ein Roadblock…
Ich teile ihm mit, dass wir der deutschen Sprache mächtig seien woraufhin er voller Stolz antwortet, dass das gesamte Stockwerk dem Bayern München “gehört” – also für den Tag. Das Lächeln und der Stolz der beiden rufen bei mir nichts emotional Positives oder Erhebendes hervor, aber ich versteh´schon: Mia san Mia ist eine Lebenseinstellung. Die Flugwerft wartet und empfängt uns mit offenen Toren, Flugzeugen, Instrumenten und Gerüchen von Motoren, Öl, Gummi. Herrlich! Und, by the way, ist es ja so, dass Aeronautik und Uhren zusammengehören. Nicht nur wegen der tollen Instrumente.

 

Sonntag: die Uhren Technik Börse München hat nur an diesem Tag für “normale” Besucher geöffnet.

Der Aussenbereich bietet alles rund um Uhren

Der Tag für Privatpersonen. Keine Eile, kein Geld dabei, aus Angst, dass ich in einen Kaufrausch fallen könne. 😉 Eintritt 10,- Euro. Im Eingang gehts langsam los, mit Uhrenteilen wie Federstege, Armbänder, Werkzeuge und Bausätze. Da liegt wie aus einem Yps Heft in Plastik auf Pappe eine Art Rolex Submariner Bausatz. Man kann sich alles selber zusammenbauen. Darin: Gehäuse, Armband, Glas, Ziffernblatt. Auf dem Ziffernblatt steht ein Markenname. Irgendetwas französisches. “Jaques De la Chose”, oder ähnlich. Nur das Uhrwerk fehlt. Aus Scherz sage ich: Da packt man dann ein Quarzwerk rein und fertig, was der Standbesitzer jedoch gehört hat und gleich in die Verkaufsschiene springt: “NEIN! Das ist eine “Fredrique de Schnick Schnack”, da kommt ein ETA 7750 rein! Und dann kostet die Uhr locker über 1.000,- Euro. Jahhaa!” Mia san Mia…

Das kann ich nicht nachvollziehen und stöbere weiter auf der Börse, bis ich die Haupthallte endecke!

Die Halle der Händler – Uhren soweit das Auge reicht!

Wow! Eine Menge an Menschen und ich bin überwältigt vom Ersten Eindruck, als ich die Halle betrete. Der Erste Gedanke: “Wie bekommen wir hier Ordnung rein?”
Taktktik: Wie PacMan durch jeden Gang gehen und alles einsammeln. Die Erste Runde geht einmal ganz aussen herum. Hier sind meiner Meinung nach die spannenden Händler. Aber das ist vielleicht subjektiv und weil ich zum Ersten Mal dort bin.
In der Ecke rechts hinten im Eck ist es am spannendsten und seltensten. Hier entdecken wir eine wundervolle F.P. Journe, die Ihr Leben in der Vitrine fristen muss. Ich sehe zum ersten Mal eine Jenny Carribean und dessen schillerndes Ziffernblatt. Die wollte ich am liebsten gleich mitnehmen, ohne Handeln und irgendeinem Anflug von Rationalität.
Man findet wirklich tolle Taschenuhren, irgendwie sind das die Dinosaurier der Uhren. Kaum jemand möchte sie, so mein Gefühl. Wir sehen drei tolle Rotgold Taschenuhren im Paket. Stunden Repetition und Wundervolle Werke. Leider habe ich hiervon kein Foto gemacht, wegen der vielen Eindrücke, die auf den Besucher einprasseln. Mir wurde regelrecht schwindelg nach einer halben Stunde.

Es ist die pure Masse an Uhren, die einen umhaut.

Da es hier und mir ja Hauptsächlich um Vintage Uhren geht, sind meine Highlights die Taschenuhren, und einige kleine Juwelen, wie Enicars, Jennys oder Heuer Autavias oder Heuer Bundeswehr, sowie Calculator. Was auffält ist die pure Masse an Rolex Uhren. Wer eine Rolex sucht, der wird hier mehr als fündig. Ebenfalls bemerkenswert ist die Internationalität der Händler. Ich habe keine Umfrage gemacht, aber Ich denke, dass jedes europäische Land verteten ist, plus Russland, Israel.

Tipp: Für den kleinen Mann, der auf alte Uhren steht ist das allerdings eine Versuchung. Man trifft auf ausgebuffte Profi Verkäufer und sollte sich ersteinmal herantasten. Das tolle an DIESER Uhrenbörse ist, dass sie in sehr regelmässigen Abständen stattfindet. Infos, eigentlich nur für Aussteller: http://www.wtashows.com/ und https://www.uhrenboerse-online.de/
Hier findet man die Termine. Der Rest ist gesagt. 10,- Euro Eintritt und für Uhren Fetisch Freunde am Sonntag. Parken kann man direkt gegenüber. Also auch von daher sehr praktisch.

Mein Fazit:

1. Ich werde noch ein paar Mal hingehen und hoffentlich bald ein paar Beutestücke erlegen.
2. Gefühlt gibt es viel mehr Rolex Uhren, als ich dachte.
3. Die Präsentation viele dieser Uhren, wie auf einem Wühltisch, fand ich persönlich etwas befremdlich. Der Eindruck der Exklusivität von Rolex wurde bei mir an diesem Tag leider komplett gekillt.

 

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About author / Florian

Ich schreibe gern, anders und über Uhren.

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