Am 13. November 2025 versammelte sich die Haute Horlogerie zur 25. Ausgabe des Grand Prix d’Horlogerie de Genève. Im Bâtiment des Forces Motrices, diesem emblematischen Kraftwerk am Ufer der Rhone, fand die Jubiläumsausgabe der wichtigsten Uhrenpreisverleihung der Welt statt. Raymond Loretan, Präsident der GPHG, eröffnete den Abend mit einem Verweis auf die Location selbst: „Diese emblematische Stätte spiegelt perfekt den Geist der Uhrmacherkunst wider – die Verbindung von Kunst und Industrie, Mechanik und Poesie, Mysterium und Meisterschaft des Mikroskopischen, die Verfolgung des Unendlichen.“

Die GPHG hat sich in einem Vierteljahrhundert zur maßgeblichen Institution entwickelt, die Uhrmacherkunst würdigt und fördert. Vor fünf Jahren wurde die Akademie ins Leben gerufen, die heute über 1.000 Mitglieder weltweit zählt. Sie sind es, die zusammen mit der Jury die Preisträger bestimmen. Die Uhrmacherkunst selbst ist von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt – ein Status, der die Bedeutung dieses Handwerks unterstreicht.

An diesem Abend wurden 20 Preise in verschiedenen Kategorien vergeben. Von Einsteiger-Uhren unter 3.000 Franken bis zur höchsten Auszeichnung, der Aiguille d’Or, deckte das Spektrum die gesamte Bandbreite zeitgenössischer Uhrmacherkunst ab.

Prix Challenge – Dennison und die Renaissance einer Marke

Der Prix Challenge, der Uhren unter 3.000 Schweizer Franken auszeichnet, ging an Dennison für das Modell „Natural Stone Tiger Eye in Gold“. Stéphane Tschök und Toby Sitton nahmen den Preis entgegen. Die Marke wurde vor genau einem Jahr, am 22. Oktober 2024, wiederbelebt – eine alte englische Uhrenmarke, die zu neuem Leben erweckt wurde. „Viel Arbeit, aber was für ein Vergnügen“, fasste Tschök zusammen. Das Design stammt von Emmanuel Gate. Das Team ist klein – nur fünf Personen – aber die Leidenschaft ist groß. Sitton hatte die Marke bereits mit 21 Jahren gesichert, in der Vision, sie eines Tages wiederzubeleben. Nach fast 20 Jahren war dieser Moment gekommen.

 

Petite Aiguille – MB&F MAD 2 Green

Die Kategorie Petite Aiguille – benannt nach dem kleinen Zeiger, der die Stunden anzeigt – ging an MB&F für die MAD 2 Green. Maximilien Büsser, Gründer und Creative Director von MB&F, nahm den Preis entgegen. „Diese Marke hätte nie existieren sollen“, erklärte Büsser. Vor fünf Jahren sei die Idee entstanden, weil alle Menschen, die ihm wichtig sind – Freunde aus der Kindheit, Familie – sich keine MB&F leisten könnten. Also wurden 500 Stück für „Friends & Family“ gefertigt. Dann griffen die sozialen Medien das Thema auf. Heute ist MAD Edition eine eigenständige Marke geworden, die Büsser eigentlich nicht geplant hatte.

Das Design der MAD 2 Green ist eine Hommage an den legendären MAD Nightclub in Lausanne, mit Mixing Disc und Strobe Lights als Designelementen. Büsser dankte besonders Eric Giroux, seinem Weggefährten seit über 25 Jahren. „Eric, wenn du uns hörst, wenn du uns siehst – dieser Preis gehört dir.“

Montre de Sport – Chopard Alpine Eagle

Der Preis für die Sportuhr ging an Chopard für die Alpine Eagle. Karl-Friedrich Scheufele beschrieb es als „sehr familiäres Projekt“, an dem Vater, Sohn und er selbst gearbeitet haben. Drei Generationen Scheufele vereint in einer Uhr – ein passender Gewinner für die Kategorie Sport, die Robustheit mit Eleganz verbindet.

 

## Montre Chronographe – Angelus

Angelus gewann mit dem Chronographe Télémètre. Die Telemeter-Funktion, einst für die Distanzmessung bei Gewittern oder im militärischen Einsatz genutzt, findet hier eine moderne Interpretation in einem klassischen Chronographen-Gehäuse.

 

 

Montre Iconique – Audemars Piguet Royal Oak Perpetual Calendar

Die Kategorie „Iconique“ zeichnet Uhren aus, die die Uhrengeschichte seit mindestens 20 Jahren nachhaltig geprägt haben. 2025 ging dieser Preis an Audemars Piguet für die Royal Oak Perpetual Calendar 26674 – die Royal Oak wurde 1972 von Gérald Genta designt. Der Preis kam im Jahr des 150-jährigen Jubiläums von Audemars Piguet. CEO Ilaria Resta nahm die Auszeichnung entgegen. Brice Lechevalier, Herausgeber des GMT Magazine, überreichte den Preis und verwies darauf, dass sowohl die GPHG als auch GMT Magazine in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Die Royal Oak bleibt „ein Eckpfeiler in der Kunst der Zifferblattgestaltung“ und inspiriert die gesamte Industrie bis heute.

Complications pour Femmes – Chopard Imperial

In der Kategorie Damen-Komplikation siegte Chopard mit einer Uhr aus der Imperial Collection. Caroline Scheufele, Co-Präsidentin von Chopard, rief ihren Bruder Karl-Friedrich auf die Bühne, denn die Uhr vereint beider Kompetenzen: das L.U.C.-Manufakturwerk von Karl-Friedrich und die Schmuck-Expertise von Caroline. „Es ist das erste Mal, dass eine Damen-Komplikation von Chopard einen solchen Preis gewinnt“, erklärte Karl-Friedrich stolz.

Die Komplikation ist poetisch: Ein handgeschnitztes Zifferblatt zeigt die vier Jahreszeiten, die im Verlauf eines Jahres durchlaufen werden. Eine Scheibe, gefertigt von Métiers d’Art-Handwerkern, rotiert einmal pro Jahr und lässt drei Farben erscheinen – eine für jede Saison. Die Uhr transformiert sich über das Jahr hinweg. Dazu kommen Diamanten und Schmuckarbeit, Carolines Spezialgebiet. Ein technisches und künstlerisches Meisterwerk in einem.

Métiers d’Art – Kari Voutilainen

Den Preis für Artistic Crafts gewann Kari Voutilainen. Jack Carlson, amerikanisches Jury-Mitglied und CEO seiner gleichnamigen Marke, überreichte die Auszeichnung mit humorvollem Verweis auf seine Rolle als „Token-Amerikaner im Jury“. Er lobte die Finalisten als „Feier von Farbe und Textur“, die zeigen, dass Handwerkskunst und Spaß durchaus kombinierbar sind.

Voutilainen bedankte sich für die Wahl dieser „sehr speziellen Uhr“. Das Kernstück ist eine GMT-Komplikation mit ungewöhnlicher Bedienung: Durch Drücken der Krone bewegt sich die zentrale Scheibe – technisch eine kleine Herausforderung. Aber die wahre Kunst liegt im Zifferblatt. Voutilainen arbeitete mit M. Kitamura aus Japan zusammen, „der als der Beste seines Fachs weltweit gilt“. Die Verbindung kam über Masato Hayashi zustande, einen langjährigen Freund und früheren Schüler Voutilainen’s. Das Zifferblatt vereint japanische Lacktechnik, Gold-Pulver und -Blätter sowie weitere Materialien zu einem Kunstwerk, das ein exquisit dekoriertes Uhrwerk ziert.

Montre pour Homme – Urban Jürgensen UJ-2

Die Herrenuhr-Kategorie gewann Urban Jürgensen mit der UJ-2: Double Wheel Natural Escapement. Die Marke feiert ihr 250-jähriges Bestehen. Doch das eigentliche Highlight verbirgt sich im Inneren: Das Werk wurde von Kari Voutilainen und seinem Team in Biel geschaffen. „Wir ehren eigentlich die Arbeit, die Kari und sein unglaubliches Team geleistet haben“, erklärte der Sprecher von Urban Jürgensen bei der Preisübergabe.

Die Uhr verbindet Inspiration aus der Vergangenheit mit moderner Ausführung. „Es war für mich und das Team eine Herausforderung, etwas zu schaffen, das zeitlos ist und dennoch immer modern bleibt – und keine Kopie von etwas bereits Existierendem.“ Die Design-Codes der Familie Jürgensen sind im Werk sichtbar, doch die Kreativität des Uhrwerks ist vollkommen zeitgenössisch. Urban Jürgensen ist über 250 Jahre alt, aber „wir beginnen gerade erst dieses nächste Kapitel“.

Joaillerie – Dior La D de Dior Buisson Couture

Den Schmuckuhren-Preis gewann Dior mit der La D de Dior Buisson Couture. Die Uhr verbindet Haute Joaillerie mit Uhrmacherkunst auf höchstem Niveau.

Time Only – Daniel Roth Extra Plat Souscription

Die Kategorie Time Only, die Uhren auszeichnet, die sich auf die reine Zeitanzeige beschränken, gewann Daniel Roth mit der Extra Plat Souscription Rose Gold. Eine Uhr, die durch Reduktion und Eleganz überzeugt.

Montre pour Femme – Gérald Genta Gentissima Oursin Fire Opal

Den Preis für die Damenuhr erhielt Gérald Genta für die Gentissima Oursin Fire Opal. Die organische Form eines Seeigels (Oursin) wurde mit Feueropalen besetzt – ein aufwendiger Prozess des Facettierens, Polierens und einzelnen Einsetzens jedes Steins. Die Fabrique du Temps und ihre Handwerker schufen ein außergewöhnliches Schmuckstück.

Complication pour Homme – Bovet Récital 30

Den Preis für die Herren-Komplikation erhielt Bovet für den Récital 30. Pascal Raffy, Präsident von Bovet, nahm die Auszeichnung sichtlich bewegt entgegen. „Der Récital 30 wurde mitten in der Pandemie geboren“, erklärte er. Als Videokonferenzen über Kontinente hinweg zur Normalität wurden, stellte sich regelmäßig das Problem falscher Zeitzonen und Uhrzeiten. Aus dieser Alltagserfahrung entstand die Idee: eine universelle Zeitanzeige, die das „Daylight Saving Time Issue“ – die vier Phasen des Jahres mit ihren Zeitumstellungen – absolut präzise abbildet.

Nach sechs Jahren Entwicklung ist das Ergebnis verblüffend: 25 Rollen drehen sich um 90 Grad und zeigen zu jeder Phase des Jahres die richtige Stadt in der richtigen Zeitzone an. „Das ist wirklich eine sehr schöne Leistung“, so Raffy. Zudem ist der Récital 30 das erste Gehäuse, das vollständig in der Bovet-Manufaktur gefertigt wird. Raffy kam gerade von einer Weltreise zurück – von Zürich über Hongkong, Kuala Lumpur, Singapur, Bangkok, Taipei, Tokyo nach Mexiko, Las Vegas, Palo Alto, Oklahoma City, New York und zurück in die Schweiz. „Der Récital 30 ist ein täglicher Begleiter. Er ist nützlich, er ist vielseitig.“

Für die 203 Jahre alte Manufaktur Bovet markiert diese Uhr einen Wendepunkt hin zu einer moderneren Identität. Raffy dankte seinen drei Kindern Audrey, Alexandra und Amadeo für die „Frische“ des Designs: Blau für den Himmel, Gelb für die Sonne, und ein Vintage-Touch, den er „zutiefst liebt“.

## Exception Mécanique – Greubel Forsey

Der Preis für die mechanische Ausnahme ging an Greubel Forsey. CEO Michel Niedegger trat mit einer humorvollen Selbstironie ans Mikrofon:
„Ich bin hier, um den meisten Credit für die Arbeit anderer zu nehmen – Arbeit, zu der ich nichts beigetragen habe, die ich nur ansatzweise verstehe, aber die ich zutiefst respektiere und bewundere.“ Die Auszeichnung, so betonte er, gehöre den 130 Uhrmachern, Finisseurs und Ingenieuren von Greubel Forsey, „die immer groß träumen und das auch weiterhin tun werden“. Die preisgekrönte Uhr trägt eine Foudroyante-Komplikation – eine extrem seltene Funktion, die jede Sekunde in sechs Segmente unterteilt, bei gleichzeitig unglaublich niedrigem Energieverbrauch. „Eine Revolution, eine wahre mechanische Ausnahme“, wie es in der Laudatio hieß. Niedegger dankte Robert Greubel und Stephen Forsey für ihre Vision und ihre nie endende Anspruch an Expertise und Exzellenz. Mit einem augenzwinkernden Dank an Mark Zuckerberg schloss er: In einer Ära der Automatisierung, der Bits und Bytes beweise die Foudroyante, „dass echte Mechanik und Poesie immer einen Platz haben werden“.

Tourbillon – Bulgari Octo Finissimo Ultra

Bulgari gewann die Tourbillon-Kategorie mit der Octo Finissimo Ultra Tourbillon – dem zehnten Finesserekord für die Marke. Jean-Christophe Babin, CEO von Bulgari und der LVMH Watch Division, nahm den Preis entgegen. Der Flying Tourbillon stellt die Ingenieure vor die Aufgabe, „die physikalischen Grenzen zu testen, ohne Kompromisse bei der Zuverlässigkeit einzugehen“.
Für Babin war dieser Preis besonders emotional: „Nicht nur, weil Bulgari gewinnt, sondern weil Herr Sabu ein sehr guter Freund von mir ist.“ Yasho Sabu, Jury-Mitglied und Gründer von Ethos & Taratec aus Indien, hatte den Preis überreicht – mit einer bemerkenswerten Ansprache über Indiens wachsende Bedeutung für die Uhrenindustrie.

Babin reflektierte über 25 Jahre in der Uhrenbranche: „Es wird wahrscheinlich keine weiteren 25 Jahre geben, weil ich alt werde.“ Er dankte nicht nur seinen Kollegen bei Bulgari, sondern auch bei Tag Heuer, seiner früheren Marke, die er heute ebenfalls wieder leitet. Über 20 GPHG-Preise haben diese beiden Marken gemeinsam gewonnen, darunter zwei Aiguilles d’Or. „Im Jahr 2000 wurden diese Marken nicht wirklich als legitim angesehen“, erinnerte er sich. Der Dank gelte dem Jury und der Akademie für das Vertrauen, das diese Transformation erst ermöglicht habe.

Horloge Mécanique – L’Épée 1839 Albatross X MB&F

Die mechanische Uhr – gemeint ist die Kategorie für Tisch- und Standuhren – gewann L’Épée 1839 Albatross in Kollaboration mit MB&F. Die Uhr vereint über 1.520 Komponenten, 16 Paare von Propellern und eine Gangreserve von acht Tagen. „Eine Meistermischung aus Mechanik und Poesie“, wie die Laudatio es beschrieb.
Die chinesischen Laudatoren Shining Zhu (Journalist) und Xu Zheng Cheng (Sammler und Präsident der Macao Watch Association) überreichten den Preis mit einem charmanten Hinweis: „In China darf man niemals jemandem eine Uhr schenken. Aber das ist mir egal, denn… parce que je les aime tous!“ (weil ich sie alle liebe!).
L’Épée bedankte sich für 15 Jahre Vertrauen in die Uhren der Manufaktur, „als Uhren noch nicht ganz im Trend waren“. Co-Branding hat bei L’Épée lange Tradition – die erste Kooperation war in den 1970er Jahren mit Hermès. Maximilien Büsser von MB&F, der bereits den Preis für die Petite Aiguille erhalten hatte, gewann somit an diesem Abend zweimal.

## Prix de l’École – Édouard Lay

Der Preis für den besten Schüler des ersten Jahres der École d’Horlogerie de Genève ging an Édouard Lay. „Es ist eine Ehre für mich, hier auf der Bühne des Grand Prix d’Horlogerie de Genève zu stehen“, sagte der junge Uhrmacher. Er dankte seinen nahestehenden Menschen, seiner Familie, seinen Freunden und Kommilitonen sowie allen Professoren. Ein Nachwuchspreis, der die Bedeutung der Ausbildung für die Zukunft der Branche unterstreicht.

## Révélation Horlogère – Anton Suhanov

Die Auszeichnung für die horlogische Offenbarung – Marken unter zehn Jahren – ging an Anton Suhanov. Der Preis wird an Marken vergeben, die bereits eine unverwechselbare und einzigartige Stimme entwickelt haben. Frühere Gewinner waren Rémy Cools, Sylvain Pinaud und Simon Brette. Suhanov, sichtlich überrascht, erklärte: „Dieser Preis ist nicht der letzte Schritt, sondern der Beginn von noch härterer Arbeit und größeren Herausforderungen.“ Er dankte seiner Frau für Glaube und Unterstützung, seiner Familie, seinen Kollegen und Freunden.

 

## Audace Horlogère – Fam Al Hut

Der Preis für uhrmacherische Kühnheit ging an die chinesische Marke Fam Al Hut für die Möbius. Quentin Epinet, Gründer und CEO von Forbes Global Properties Swiss & Alps – dem Hauptsponsor der GPHG – überreichte den Preis. Die Jury würdigte „eine reiche Mischung aus Stilen und kulturellen Referenzen“ sowie die Integration einer Doppel-Achsen- und Doppel-Retrograde-Komplikation in ein kleines Volumen zu einem moderaten Preis.
Gründer Daishin Yen (chinesisch Dai Xingyan) stellte sich auf Chinesisch und Englisch vor: „Ich hatte nicht erwartet, diesen Preis zu gewinnen. Es ist das erste Mal, dass unsere Marke am Grand Prix teilnimmt.“ Seine Botschaft war klar: „Wir möchten der Welt eine andere Vision vom ‚Made in China‘ präsentieren.“ Die Zukunft? „Wir werden weiterhin die Pioniere der Schweizer Haute Horlogerie bewundern und weitere bemerkenswerte Kreationen bringen.“

## Chronométrie – Zenith G.F.J. Calibre 135

Der Preis für Chronometrie – Ganggenauigkeit – ging an Zenith für das G.F.J. Calibre 135. Die Marke hat seit ihrer Gründung über2.000 Preise für Präzision erhalten. „Diesen Preis für Chronometrie zu erhalten, ist eine immense Ehre und eine ganz besondere Emotion für alle Teams unserer Manufaktur“, erklärte der Vertreter der Marke. „Dieser Preis ist für Sie – für Sie und für alle, die noch an die Magie der Zeit glauben.“

 

 

## Prix Spécial du Jury – Alain-Dominique Perrin

Der Sonderpreis der Jury ging an Alain-Dominique Perrin. Jury-Präsident Nick Foulkes überreichte die Auszeichnung, die von einem Vertreter Perrins entgegengenommen wurde. „Dieser Preis repräsentiert die Anerkennung einer ganzen Profession, die ich gut kenne und seit langem liebe“, hieß es in der Dankesrede. Perrin, eine Schlüsselfigur in der Luxusindustrie, wurde für sein lebenslanges Engagement für Handwerk und Kreativität geehrt.

## Grand Prix – Aiguille d’Or: Breguet Classique Souscription 2025

Der Höhepunkt des Abends: die Aiguille d’Or, der Grand Prix der GPHG. Die höchste Auszeichnung ging an Breguet für die Classique Souscription 2025. Grégory Kiesling, CEO der Maison Breguet, nahm die Auszeichnung entgegen. Die Uhr gewann die Aiguille d’Or – und das mit nur einem einzigen Zeiger. Dieser ist aus Stahl gefertigt, gebläut, und ziert ein Zifferblatt von puristischer Eleganz.

„Diesen Grand Prix für eine Uhr zu erhalten, die nur einen Zeiger hat – noch dazu aus Stahl, wenn auch gebläut – ist vor allem eine immense Ehre und tiefe Emotion“, begann Kiesling. 2025 ist ein besonderes Jahr: Breguet feiert 250 Jahre ununterbrochene Existenz und Geschichte. „Die höchste Auszeichnung des prestigeträchtigsten Uhrenwettbewerbs belohnt nicht nur eine Uhr, sondern einen ganzen zurückgelegten Weg, gebaut auf Savoir-faire und die Leidenschaft von Generationen von Frauen und Männern, ohne die nichts möglich wäre.“

Die Classique Souscription 2025 ist inspiriert von der ikonischen Souscriptions-Taschenuhr, die 1796 lanciert wurde – unmittelbar nach der Französischen Revolution. Sie nimmt daher einen besonderen Platz in der Geschichte der Manufaktur ein. Trotz ihrer scheinbar einfachen Erscheinung verkörpert sie „eine der größten Herausforderungen der modernen Uhrmacherei: die Einfachheit“. Man sagt oft, es sei schwieriger, eine reduzierte Uhr zu kreieren als eine komplizierte.

Die Souscription ist auch eine Hommage an eine einfache und visionäre Idee von Abraham-Louis Breguet, dem Vater der modernen Uhrmacherkunst: eine Uhr schaffen, die auf Vertrauen basiert, für treue Kunden zugänglich ist und überall auf der Welt repariert werden kann. „Die Souscription mehr als zwei Jahrhunderte später wieder zu Ehren zu bringen, bedeutet, an ihren ursprünglichen Geist anzuknüpfen – eine menschliche, aufrichtige Uhrmacherei, beseelt von einzigartigem Können.“

Die Uhr symbolisiert das Jubiläum und verkörpert, was der Manufaktur ermöglicht, ein Vierteljahrtausend später noch hier zu sein. Sie feiert die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Modernität – ein Band, das perfekt das Thema des Jubiläumsjahres zusammenfasst: „Ein Erbe in Bewegung“.

„Dieser Preis feiert nicht nur ein Design, ein Uhrwerk, eine Seite unserer Geschichte oder ein Jubiläum“, schloss Kiesling. „Er feiert vor allem all jene Mitarbeiter, die jeden Tag mit Leidenschaft und Anspruch diese Maison zum Leben erwecken. Jeder trägt auf seine Weise dazu bei, eine Idee in Realität zu verwandeln, Savoir-faire in Emotionen. Es ist diesem kollektiven Geist zu verdanken, dieser Gemeinschaft von Talenten, dass Breguet seine Geschichte weiter schreibt.“

 

Die 25. Ausgabe des Grand Prix d’Horlogerie de Genève war ein würdiger Abschluss eines Vierteljahrhunderts. Raymond Loretan schloss die Zeremonie mit den Worten: „Gloire aux vainqueurs, honneur aux vaincus“ – Ruhm den Siegern, Ehre den Besiegten. Die Gewinner-Uhren werden vom 19. bis 23. Februar 2025 auf der Dubai Watch Week ausgestellt sein.

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