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Warum Uhren?
Teil 1: Die 70er und 80er und weshalb Uhren mich umhauen

Ich bin ein Kind der siebziger und was Uhren angeht, Kind geblieben und rein emotionsgesteuert. Jeder der Uhren verfallen ist, hat seine Geschichte, wie die Leidenschaft zu Uhren entstanden ist. Meine Begeisterung ist über Jahre hinweg gewachsen und nährt sich von verschiedenen Interessen.

Mechanik:
Ich habe immer gern Dinge auseinander genommen, weil mich interessierte, was in einem Gerät passiert.

Computer:
Mein Vater hatte vermutlich als einer von 2 Leuten in unserer Kleinstadt einen Taschenrechner in den 70er Jahren. Ein solches Gerät kostete damals soviel wie ein oder mehrere Monatsgehalte.

Emotion:
Irgendwie faszinieren mich Uhren einfach und ich kann nicht erklären weshalb.
Leidenschaft zum Segeln: Meine Erste mechanische Uhr die ich selber gekauft habe, war ein Regattatimer.

Die 70er
Sharp CE 150

Sharp CE 150

Die 1970er: Mein Freund Fritz, hat immer die neuesten Technik Gadgets. So einen Freund hat damals sicher jeder gehabt: Atari Konsole, ferngesteuerte Autos und einen Computer mit integriertem Plotter!

Nebenher konnten wir in der Apotheke des Vaters auch lernen, wie man Schwarzpulver herstellt. Aber das ist ein anderes Thema und heutzutage nicht mehr denkbar.Als Fritz plötzlich einen neuen Wecker hatte, der die Uhrzeit nicht nur anzeigte, sondern auch auf Knopfdruck aussprechen konnte, war ich hin und weg. Ein Roboter der die Zeit ansagt! Es kam die Zeit der Digitaluhren. Meine Erste selbst gekaufte Uhr war glaube ich von Meister Anker und hatte 25 verschiedene Melodien. Damals gab es Kataloge und den Quelle Shop im Dorf.

Der „Dugena Laden des Grauens“

In den Dugena Laden bin ich nie gegangen. Der war mir suspekt als Kind. Warum mein Gefühl mir oft den richtigen Weg weist: Jahre Später hatte mir ein Freund meiner Mutter eine Omega Seamaster in rotgold mit Automatik mitgebracht. Da die Uhr nicht lief, brachte sie meine Mutter zu besagtem Geschäft zum reparieren. Ich freue mich also auf meine erste mechanische Uhr mit 17 Jahren, auch noch in rotgold! Es dauert…
Der „Uhrmacher“ ging nach Wochen ans Werk und hat anstatt des Uhrwerks ein Quartzwerk eingebaut und gleich die Zeiger geändert! Die Uhr war somit zerstört und zu Frankenstein mutiert. Ich konnte nicht verstehen, wie man so etwas tun kann. Bis heute nicht. Umso mehr schätze ich echte Uhrmacher heute.

Die 80er
Casio Melody Alarm

Casio Melody Alarm

Uhr-plötzlich war Casio war die Marke der Wahl. Und Musik wichtig, die „körpergebundene(n) Kleinanlage für die hochwertige Wiedergabe von Hörereignissen“, aka Walkman gab es erst seit einem Jahr und noch zu teuer. Also musste dieses Modell her: Eine Casio Melody Alarm. Man konnte eigene Melodien programmieren und als Alarm abspielen lassen. Nach meiner Meister Anker Uhr mit 25 Melodien, der nächste logische Schritt.

 

 

Gamification

Taschenrechner Uhr mit Space Game

Die ersten handheld Nintendo Spiele kamen auf und waren bei jedem Teenager am Start. Mein erstes Spiel war Parachute und Ich konnte Stunden damit Spielen. Auch in Uhren musste und konnte man jetzt Spiele einbauen. Ich erinnere mich an eine Uhr mit Space Invaders. Meine hatte einen Taschenrechner und ein Auto-Ausweich-Spiel. Im Unterricht waren damals Taschenrechner verboten. Mit dieser Uhr war ich ein Rebell des Mathematik Unterrichts. Jedenfalls habe ICH das so empfunden.
Spickzettel haben wir dann auch schon mit Computer im Schriftgrad 1,5 ausgedruckt. Die kann ich heute ohne Brille sicher genausogut lesen wie eine Tachymeter Skala auf einer Uhr.

 

Meine Swatch Ära

Swatch Techno Sphere

1983 habe ich aus den USA eine Kassette von einem Michael Jackson mitgebracht. Es hat noch ein halbes Jahr gedauert, bis Jacko hier in Deutschland mit „Thriller“ die Charts eroberte und dort 178 Wochen blieb.

Die Kassette war weiß, heiß und niemand hatte sie sonst und meine nächste Swatch bunt.

Okay, die Uhr ist von 1985, aber so ganz genau erinnere ich mich nicht mehr an die Zeiten. Ich weiss noch, dass ich eine Menge Swatch Uhren hatte, aber nur noch eine habe ich im Keller gefunden. Swatch hat es damals geschafft, eine Begehrlichkeit zu wecken, wie es später eigentlich erst wieder das iPhone geschafft hat. Wobei bei Swatch die künstliche Verknappung der Marketing Dreh gewesen ist. Bei Apple ist es schlichtwegs das Produkt.
Die Uhr im Bild war damals limitiert. Wie fast alle Swatches und es gab Sammler, die sicher hunderte solcher Uhren kauften und es als Wertanlage ansahen. Ein Sammler wurde ich da aber trotzdem noch nicht. Die Uhr auf dem Bild habe ich noch, irgendwo in einem Karton. Die Omega vielleicht auch, ich glaube ich gehe sie mal suchen….

Teil 2 soming soon


Bildquellen:

Sharp PC-1500 – Sharp CE-152 – Sharp CE-150



 

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About author / Florian

Ich schreibe gern, anders und über Uhren.

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