Silvain PinaudSilvain Pinaud OrigineVianney HalterVianney Halter - Art deco MetropolisLudovic BallouardDie KudokesKudokeVianney Halter, David Candaux & Ludovic BallouardKari VoutilainenKonstantin ChaykinSvend AndersenMasters of horology

Wie ist es beim Genfer Masters of horology 2024?

 

Von Basel nach Genf – das neue Zentrum der Uhren-„Messen“

Basel hatte einmal die Baselworld. Das Uhrenevent mit weltweiter Bedeutung. Hier kam alles zusammen, von den großen Marken bis zu kleineren und Independent Watchmakers. Das Ganze fand in Messehallen statt und war entsprechend mit offiziellem Chrarakter behaftet.
Nach dem Ende und auf der Suche nach einem neuen Eventmodus sind Splitter entstanden und seinesgleichen findet sich nun auf drei separaten Veranstaltungen.
Die eine ist die „Watches and Wonders“. Hier finden sich die großen Luxusmarken von Vacheron Constantin bis Rolex und Tudor.
Eine weitere ist „time to watches“ und das Masters of horology, wo die Independent Watchmaker des AHCI vertreten sind.
Alle diese Events finden zeitgleich in Genf, für die Dauer von knapp eine Woche statt. Jedes Frühjar. Die Baselworld ist also aufgesplittert und in Genf gelandet. Ich glaube das kann man so behaupten.
Ich denke es ist gut so, dass die Baselworld quasi noch existiert und durch die Trennung sind aus Besuchersicht nur positive Effekte spürbar.
Wollen wir hoffen, dass Genf nicht auch an der Preisschraube für Messeflächen dreht und die Karawane irgendwann weiterzieht.

Das Masters of Horology ist die geerdete Variante der Messen oder Uhrenevents

Ganz geerdet im Uhrmacherhimmel ist das, was man beim Masters of Horology erfährt. Und das in einem unaufgeregt persönlichem Rahmen. Die Veranstaltung erstreckt sich über zwei Stockwerke eines ehemaligen Ladens einer Passage in der Innenstadt von Genf. Im Erdgeschoss treffen wir auf Sebastian Näschke und weitere Tisch- oder Großuhren, die die von Miki Eleta. Eine kleine Treppe führt hinunter in das Untergeschoss, wo sich die Zunft des Handgelenks zeigt.

Es gibt GlouGlou Bier welches mit der Familie von Svend Andersen zu tun hat und Ludovic Ballouard rührt ein Fondue im grossem Kupferkessel. Alle Anwesenden sind eingeladen, was für eine nette Idee! Das tolle ist, dass man durch diese Art von „Buffet“ sich untereinander kennenzulernen. Der Ablauf: Man stelle sich entlang eines langen Tisches, der mit Brotkörben und Gewürzen gedeckt ist. Den Fonduetopf im Auge, schnell ein Stück Brot auf die Fondue Gabel, vielleicht in den Kirsch Schnaps…? Am Ende des Tisches angelangt, steht der Topf mit dem rührenden Ludovic Ballouard.
Ich tauche die mit Brot bestückte Gabel in den Käse gehe am Tisch entlang im Kreis, bis ich wieder am Topf ankomme. Mir gegenüber stehen diejenigen, auf dem Weg zum oder vom Topf weg. Quasi ein Sushi Circle, mit Käse wobei das Gericht steht und die Gäste sich drehen und miteinander Sprechen. Die Gespräche rund herum waren so freundlich, unterhaltsam, interessant und motivierend.

Wie ist es dort denn nun?

Das Publikum erstreckt sich von jung bis alt. Der Satz klingt zwar verstaubt, aber es trifft nunmal zu:
Vianney Halter hat sich lange Zeit mit einem etwa 9 jährigen Jungen unterhalten, über mechnische Details. Der Junge hatte grosse Pupillen und liess den Blickkontakt zu Vianney nicht eine Millisekunde abbrechen. Zudem sprach er Englisch und Französisch perfekt.
Dieses Gespräch hatte eine Kraft und Energie, die von beiden ausging, wie man es nicht jeden Tag erlebt. Alle Anwesenden sind sich einig, dass an diesem Abend eine neue Uhrmacherkarriere begonnen haben muss und wir den Jungen in ein paar Jahren wiedersehen.
Es war die Entscheidung des Jungen, das Masters of Horology zu besuchen. Dessen Vater kam einfach nur mit. 🙂

Ich kann die vielen Gespräche gar nicht alle wiedergeben, aber den Abend so zusammenfassen:
Schön. Beschaulich. Lustig. Begeisternd. Tolles Publikum. Uhrmacher von heute und morgen.

Die Uhrmacherinnen und Uhrmacher von heute trifft man beim Masters of Horology persönlich. Und das ist der Unterschied zu anderen Messen. Zugegeben, es liegt in der Natur der Sache, dass es sich um independents handelt, hinter denen keine Konzerne stehen, sondern Individuen.
Bei der Watches and Wonders Veranstaltung ist man als Gast so sehr willkommen, dass man sich als Freund fühlt. Und das als im Kreis der hochkarätigsten Menschen der Branche. So eine Veranstaltung gibt es nirgends wo auf der Welt noch einmal. Das meine ich mit geerdet und im Himmel zugleich.

Genf oder Zürich – warum schreibt er das jetzt?

Genf ist so schön und ganz anders als Zürich. Klar, es ist nur halb so gross. Aber beide Städte liegen am See und in der Schweiz. Violà!
Für mich liegt der Unterschied aber nicht nur darin, dass ich deutsch besser spreche als französisch. Und ich merke gerade, dass ich beginne einen Reiseführer über Genf zu vschreiben. Das ist nicht meine Kernkompetenz und somit endet der kleine Appetithappen auf das Masters of horolgy hier.

Bis nächstes Jahr, enchanté. Ich fahre hin. Wenn Du mitkommen willst, schreib mir gerne.

 

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